Chronik

Im Jahre 1905 und 1906 gründeten junge Musiker in Zusammenarbeit mit den Kriegerkameradschaften die Musikkapellen Schlier und Ankenreute. Bereits im Jahr 1907 begleitete die Musikkapelle Schlier die Blutreitergruppe beim Blutfreitag in Weingarten.

Die stetige Aufwärtsentwicklung wurde durch den Ersten Weltkrieg jäh unterbrochen. Erst im Jahre 1919 konnten sich musikbegeisterte Männer zusammenfinden und in Schlier und Ankenreute wieder Musikkapellen bilden.

Im Jahre 1921 wurde der Musikverein Schlier, 1928 der Musikverein Ankenreute gegründet.

Der Ausbruch des zweiten Weltkrieges dezimierte die Kapellen durch verschiedene Einberufungen zur Wehrmacht soweit, dass die beiden Kapellen einzeln nicht mehr spielfähig besetzt waren. Man entschloss sich daher, die Kapellen Schlier und Ankenreute zusammenzulegen und nur noch gemeinsam aufzutreten.

Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war die Generalversammlung am 23. April 1953, bei der die beiden Musikvereine Schlier und Ankenreute zum

„Musikverein Schlier – Ankenreute“ zusammengeschlossen wurden. Vorstand wurde Bürgermeister Heinrich Hafner, der dieses Amt bis 1981 inne hatte.

Im Jahre 1975 wurde die Jugendkapelle gegründet, die inzwischen auf 28 Mitglieder angewachsen ist. Im darauf folgendem Jahr wurde zum 70-Jährigen Vereinsjubiläum die neue Vereinsfahne geweiht, verbunden mit einem großen Musikfest. 1980 konnte der Kontakt zur Partnerkapelle in Mautern/Steiermark aufgebaut werden, der durch zahlreiche Besuche zu einer engen Freundschaft ausgebaut wurde.  

Heute besteht die aktive Kapelle aus 60 Musikern, daneben zählt der Verein 22 Jungmusikanten, die noch in der Ausbildung sind, sowie 435 passive Mitglieder