Weihnachtskonzert unter neuer Leitung

Der Musikverein Schlier-Ankenreute lud am 15.12.2018 zu seinem traditionellen Weihnachtskonzert
ein. Geboten wurde eine musikalische Reise über die Alpen nach Oberösterreich, weiter über die
Weltmeere und wieder zurück nach Oberschwaben. Im Laufe des Konzerts wurden insgesamt 12
aktive Musiker geehrt.
Vorstand Reinhold Wieland begrüßte die zahlreich erschienen Gäste in der Festhalle Wetzisreute und
gab sogleich auch das Startsignal an Corinna Birnbaum und ihr Vororchester „Soundinis“. Das
Vororchester ist eine Vorstufe der Jugendkapelle und ist für alle Jungmusiker/innen in Ausbildung
gedacht, die schon Bekanntschaft mit den ersten Tönen auf ihrem Blasinstrument gemacht haben.
Nach einem schnellen Wechsel auf der Bühne gab Andreas Vogler mit der Jugendkapelle Schlier-Vogt
nun sein Bestes. Die Jungmusikanten brachten mit Titanic, Disney´s „Frozen“ und den Beach Boys
bekannte Melodien zu gehör.
Festlich eröffneten die rund 60 Musikerinnen und Musiker der Musikkapelle Schlier-Ankenreute
ihren Konzertteil. 32-16-8 = Hallo Rosi, Amadeus hier! Wie heute ist´s schlecht? Skandal im
Sperrbezirk? Aber Rosi, ohne dich schlaf ich heut Nacht nicht ein! Stephan Hairbucher, der nun seit
einem Jahr an der Spitze der Kapelle steht, startete zu Beginn durch mit einer 80er Kult(tour), wobei
es dann schlagartig wieder zurück ins Hier und Jetzt ging und zwar nach Oberösterreich in die
Stadtgemeinde Perg. Hier wurde die „Perger Polka“ in diesem Jahr uraufgeführt. Von Österreich aus
ist es zu den Alpen nicht mehr weit. Mit „Klang der Alpen“ von Kurt Gäble konnte man sich
musikalisch durch die Flora und Fauna der Alpen gleiten lassen, wobei auch die junge Generation mit
ihren Zukunftsvisionen nicht zu kurz kam. „Rainbow Warrior“ war der Name eines Greenpeace-
Schiffs, das von 1978 sieben Jahre lang auf den Weltmeeren unterwegs war. Damals ging es um den
Kampf gegen Walfänger und heute? Der Kampf und die Probleme zu See sind aktueller denn je.
Gemeint sind die Bilder aus aller Welt, wie Menschen, die vor Krieg fliehen und dann auf ihrer Flucht
im Meer sterben. Trotz der friedlichen Advents- und Weihnachtszeit will die Musikkapelle nicht den
Blick von den aktuellen Problemen abwenden. Das nächste Stück „Cartoon“ von Stefan Schwalgin
beschreibt einen ereignisreichen Tag eines Katers, der langsam erwacht und kurz darauf einen
„leckeren“ Vogel entdeckt. Auf der Jagd nach dem Leckerbissen erlebt er so einiges. Vom
Zeichentrickfilm zum „klingenden Bilderbuch“ – mit „Crossbreed“ ließ sich Thiemo Kraas von den
Eindrücken der Stadt Ellwangen inspirieren. Aus dem anfänglichen Marienlied „Segne du Maria“
wurde nach und nach ein Walzer, der sich immer mehr verzweigt und so zu einer interessanten
Variation wird, die die Beziehung der Stadt Ellwangen zur Balkanregion wiederspiegelt. „The Sound
of Silence“ – die meisten von uns kennen den Welthit von „Simon & Garfunkel“ oder der Coverband
„Disturbed“ von 2015. Mit dieser sinfonischen Rockversion des vorgenannten Welthits
verabschiedeten sich die Musiker/innen, wobei nach kräftigem Applaus eine Zugabe nicht fehlen
durfte. Passend zu Weihnachten gab es noch das typische Weihnachtsmärchen zu hören – „Drei
Haselnüsse für Aschenbrödel“. Wie kaum anders zu erwarten war, führte Georg Friedrich wieder
souverän durch das Konzert.
Im Rahmen des Weihnachtskonzerts konnten noch 12 aktive Musiker geehrt werden. Herr Zauner
vom Blasmusikkreisverband Ravensburg war zu Gast und durfte entsprechende Ehrennadeln
überreichen. Zu jedem Geehrten fand er passende Worte: Für 10 Jahre wurden geehrt Maik
Gmünder, Philipp Klimm, Ramona Rebholz und Julia Schwegler. Für 20 Jahre Anja Maligec, Stefan
Pfender, Robert Rebholz, Christian Dörflinger sowie Melanie Unterweger und für 30 Jahre aktiven
Dienst Ilona und Wolfgang Prinz sowie Peter Rick.